Präambel

Der Verein

Der Verein Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach e.V. als freigemeinnütziger Verein ist die selbstgeschaffene soziale Organisationsform von Stadt und Kreis Offenbach, den Kommunen des Kreises Offenbach sowie von Selbsthilfeorganisationen und weiteren Wohlfahrtsverbänden für die Aufgaben im Bereich der Behindertenhilfe. Er wurde am 20. März 1975 gegründet.

Leitmotiv

Das Leitmotiv "Wir begleiten Lebenswege" ist Ausdruck sowohl der Zielsetzung des Vereins als auch der in diesen Leitlinien ausgeführten Grundprinzipien der Arbeit der in ihm tätigen Mitarbeiter/innen.

Gegenstand und
Ziele der Leitlinie

Die Leitlinien vermitteln das Selbstverständnis des Vereins Behindertenhilfe. Sie formulieren insbesondere Wertehintergrund, Aufgaben und Ziele sowie handlungsleitende Prinzipien der Beziehungsgestaltung nach innen und nach außen. Sie sollen allen im Verein Tätigen eine grundlegende Orientierung ihrer Arbeit geben und bilden die Basis für die Konzepterstellung und -entwicklung der einzelnen Fachbereiche. Ihnen kommt insofern auch eine qualitätssichernde Funktion zu, als sie Grundlage für die Formulierung von Qualitätsstandards und Erfolgskriterien der Arbeit darstellen. Sie dienen weiterhin der Darstellung des Vereins nach außen und sollen neben der Information der Fachöffentlichkeit auch Entscheidungshilfe für die Inanspruchnahme der Leistungsangebote des Vereins sein.

Legitimation
der Leitlinien

Die Leitlinien wurden am 14.02.2000 vom Lenkungsausschuss des Vereins verabschiedet. Der Lenkungsausschuss setzt sich zusammen aus Mitarbeiter/innen, Mitgliedern der Leitungsteams und des Vorstandes. Der Vorstand hat in seiner Sitzung am 29.02.2000 dem Entwurf zugestimmt. Die Leitlinien sind offen für Weiterentwicklung und Veränderungen.

I. Rechtlich-Ethische Grundlagen unserer Arbeit

Menschenrechte

Jeder Mensch besitzt eine unantastbare Menschenwürde und ist Träger unverzichtbarer und unantastbarer Rechte, die zu respektieren und auch zu schützen sind. Diese Rechte sind zum einen die Menschenrechte, wie sie in der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10.12.1948" von der Vollversammlung der Vereinten Nationen angenommen wurden. "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren" (Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung).

Grundgesetz

Zum anderen stehen alle Menschen im Geltungsbereich des Grundgesetzes unter seinem besonderen Schutz und haben Anspruch auf Achtung der Menschenwürde, auf den Persönlichkeitsschutz, den Gleichheitsschutz sowie auf alle anderen Grundrechte.

Grundbedürfnisse

Die menschlichen Grundbedürfnisse wie physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Liebe, Bedürfnisse nach Achtung und Selbstverwirklichung sind eine Gemeinsamkeit aller Menschen und unabhängig von Kompetenzen und Fähigkeiten.

Behinderung

Der einzelne Mensch kann aufgrund einer körperlichen, seelischen und/oder geistigen Beeinträchtigung und einer daraus resultierenden Einschränkung seiner körperlichen oder psychischen Funktionen behindert sein. Behindert sein kann er aber auch aufgrund der psychosozialen und beruflichen Nachteile, die aus der Beeinträchtigung und Funktionseinschränkung hervorgehen. Diese psychosoziale Bedingtheit einer Beeinträchtigung bezieht sich grundsätzlich auch auf die Entwicklung der Beeinträchtigung selbst und kann sich auch auf ihre Entstehung beziehen.

Gleichberechtigung

Menschen mit Behinderungen sind leichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft. Die tatsächliche Verwirklichung von Gleichberechtigung in den verschiedenen Bereichen des sozialen Lebens kann einen besonderen Schutz und eine besondere Unterstützung erfordern. Schutz und Unterstützung haben sich immer an der Wahrung und Entwicklung der Autonomie der betroffenen Personen zu orientieren.

Integration und Anerkennung

Menschliches Leben findet in Gemeinschaft statt. Dabei ist es eine grundsätzliche Herausforderung, Unterschiedlichkeit und Vielfalt zu integrieren. Diese Integration ist in unserem Verständnis ein Prozess. Er betrifft sowohl die innere Wirklichkeit der einzelnen Menschen als auch die äußere Wirklichkeit der Beziehungen zwischen Personen und Gruppen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit in ihrem So-sein mit ihren Stärken und Schwächen ist eine Voraussetzung für die Akzeptanz und Anerkennung des Anderen und Fremden. Auf der Ebene der äußeren Wirklichkeit geht es um eine Einigung zwischen verschiedenen Personen und Personengruppen. Dabei erfordern Einigungen nicht einheitliche Sichtweisen, Ziele und Vorgehensweisen, sondern vielmehr Anerkennung im Sinne der Bereitschaft, die Position des/der Anderen gelten zu lassen, ohne diese oder die eigene Position als Abweichung zu verstehen.

II. Aufgabe und Zielsetzung

Aufgabe

Die Aufgaben des Vereins ergeben sich aus der Satzung. Aufgabe des Vereins ist danach die Schaffung, der Betrieb und die Unterhaltung von Förder-, Betreuungs-, Beratungs-, Präventions- und Unterstützungsangeboten für Menschen mit Behinderung jeden Alters im sozialen Bereich. Im besonderen betreibt der Verein für diesen Zweck Wohneinrichtungen, Frühförder- und (Früh)Beratungsstellen, Kindertagesstätten und weitere ambulante Dienste wie Assistenz- und Pflegedienste, Fahr- und Begleitdienste und Familienunterstützende Dienste sowie spezielle therapeutische Dienste. Zur Förderung der Integration können die Angebote für Kinder/Jugendliche ohne Behinderung geöffnet werden.

Ziele

Ein Ziel ist es, die Leistungsangebote so auszubauen, dass niemand durch die Art, Schwere und den Umfang seiner Behinderung ausgegrenzt wird.

Prävention, Integration und Hilfe zur Selbsthilfe sind grundlegende sozialrechtliche und sozialpolitische Zielorientierungen. Die Leistungsangebote des Vereins dienen dazu, eine mögliche Behinderung abzuwenden, eine eingetretene Behinderung zu bessern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder auch ihre Folgen zu mildern. Sie sollen den Hilfe-/Leistungsempfänger in die Gesellschaft eingliedern und weitestgehend zur Selbsthilfe befähigen und zielen auf die Führung eines möglichst normalen Lebens und die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Sie dienen ebenso der Abwendung drohender Notlagen und der Erhaltung der Wirksamkeit zuvor gewährter Hilfen.Sie sollen weiterhin einer "Besonderung" der Menschen mit Behinderung entgegenwirken unter Beachtung der notwendigen Schutzbedürfnisse und -rechte.

Vertretung der Interessen

Um seine Aufgaben und Zielvorstellungen zu verwirklichen sowie dem Benachteiligungsverbot zugunsten der Menschen mit Behinderung nach Artikel 3 Abs. 3 des Grundgesetzes Rechnung zu tragen, unterstützt der Verein den gesellschaftlichen Dialog mit ihnen und über ihre Belange. Der Verein Behindertenhilfe hält es im Interesse der Zielsetzung für notwendig, sich einzumischen, sich aus einander zusetzen und zu überzeugen.Um seine Aufgaben und Zielvorstellungen zu verwirklichen sowie dem Benachteiligungsverbot zugunsten der Menschen mit Behinderung nach Artikel 3 Abs. 3 des Grundgesetzes Rechnung zu tragen, unterstützt der Verein den gesellschaftlichen Dialog mit ihnen und über ihre Belange.

Der Verein Behindertenhilfe hält es im Interesse der Zielsetzung für notwendig, sich einzumischen, sich aus einander zusetzen und zu überzeugen.

III. Grundgliederung des Vereins und Organisation

Breite Vereinsbasis

Die Mitgliederstruktur und die Zusammensetzung des Vorstands bringen die Absicht zum Ausdruck, durch einen möglichst breiten Zusammenschluss der kommunalen Gebietskörperschaften in Stadt und Kreis Offenbach und der in der Region tätigen sozialen Organisationen ein höchstmögliches Maß an Verlässlichkeit, Kontinuität und Wirksamkeit der Hilfen für Menschen mit Behinderung sicherzustellen und zu entwickeln.

Prinzipien

Die Organisationsstrukturen des Vereins orientieren sich am Prinzip der Selbstorganisation und sollen weitest gehende Eigenverantwortung in den Diensten und Einrichtungen ermöglichen. Die notwendige Vernetzung der Arbeit erfolgt auf und zwischen allen Hierarchieebenen. Die einzelnen Verwaltungsabläufe sowie Dokumentations-, Informations- und Kommunikationssysteme haben sich insbesondere an den Kriterien von Einfachheit, Transparenz, Effektivität und Effizienz zu orientieren. Zielgerichtete Arbeit wird durch klare Rahmenbedingungen und Handlungskonzepte ermöglicht. Wichtige Bestandteile sind hierbei die Leitlinien, die Führungskonzeption, das Personalent- wicklungs- und das Qualitätssicherungskonzept.

Grundsätze der Leistungserbringung

Form und Organisation der Leistungserbringung (z.B. mobil oder ambulant, der zentral oder dezentral) haben einen wesentlichen Einfluss auf die Qualität der Leistungspalette. Beide sind konsequent an den Bedürfnissen, Interessen und Lebenslagen der Hilfe-/ Leistungsempfänger zu orientieren, haben aber zugleich den Erfordernissen des Handelns in einer sozialen Organisation und weiteren Grundsätzen wie z.B. Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit Rechnung zu tragen.

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung muss vor allem auf die Eigenverantwortung und Eigenkontrolle der Mitarbeiter/innen, der Dienste und Einrichtungen sowie der Betriebseinheiten zielen und umfasst insbesondere auch die inhaltliche Ausgestaltung der Arbeitsabläufe und -prozesse auf der Grundlage ausgewiesener fachlicher Standards der sozialen Arbeit.

Verwaltung Hausmeister Hauswirtschaft

Die Mitarbeiter/innen der Verwaltung, der Hauswirtschaft sowie die Hausmeister sichern und entwickeln die materiellen und organisatorischen Rahmenbedingungen beruflicher sozialer Arbeit. Von diesen Leistungen sind sowohl die Nutzer/innen als auch die im sozialen Praxisfeld tätigen Mitarbeiter/innen gleichermaßen betroffen. In der Beziehung zu den Nutzer/innen und den Mitarbeiter/innen kommt ihnen deshalb eine besondere Bedeutung zu, die es zu berücksichtigen und gestalten gilt.

IV. Herausforderungen im Handlungsfeld sozialer Arbeit

Fachkompetenz und Beziehungsgestaltung

Grundlage aller sozialen Arbeit ist neben Fachkompetenz die personale Begegnung und die Gestaltung der persönlichen Beziehung.

Verantwortung gegenüber dem Einzelnen und der Gesellschaft

In der Regel beziehen sich die Angebote des Vereins je nach Hilfebedarf mehr oder weniger ausgeprägt auf die Person des Nutzers bzw. die Familie als Ganzes mit ihrer je besonderen Geschichte und ihren je besonderen lebensweltlichen Bezügen. Zur Inanspruchnahme sozialer Dienste müssen der Einzelne und seine Familie oftmals ihre Privatsphäre in erheblichem Maße öffnen. Diese Situation erfordert eine Form des Handelns, die beide Aspekte in die Beziehungsgestaltung mit den Nutzer/innen einbezieht. Die im sozialen Feld tätigen Mitarbeiter/innen stehen zu den Nutzer/innen in einem Verhältnis, das deren Interessen verpflichtet ist und sich durch eine besondere Verantwortung für den Schutz und die Rechte der Nutzer/innen auszeichnet. Dieses in einem übertragenen Sinne anwaltschaftliche Verhältnis bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen der Vertretung der Interessen der Nutzer/innen einerseits und legitimen Erwartungen, Wertorientierungen und Interessen der Gesellschaft andererseits.

Nähe und Distanz

Berufliches Handeln in der sozialen Arbeit vollzieht sich notwendig in einem Spannungsverhältnis von entstehender persönlicher Nähe und geforderter beruflicher Distanz. Kompetentes berufliches Handeln bedarf einer bewussten, fachlich begründeten und durch Reflexionsprozesse unterstützten Gestaltung dieses Spannungsverhältnisses. Neben der Fachkompetenz im engeren Sinne sind hierzu Einfühlungsvermögen, Selbstreflexions- vermögen sowie Abgrenzungsfähigkeit wichtige individuelle Voraussetzungen in der professionellen Arbeit.

Handlungskonzepte
und Methoden

Die wissenschaftlich-fachlichen Handlungskonzepte und Methoden, die in den Diensten und Einrichtungen des Vereins zur Anwendung kommen, müssen mit den rechtlich-ethischen Grundlagen und den handlungsleitenden Prinzipien der Leitlinien vereinbar sein.

Verwaltung Hausmeister Hauswirtschaft

Die Mitarbeiter/innen der Verwaltung, der Hauswirtschaft sowie die Hausmeister sichern und entwickeln die materiellen und organisatorischen Rahmenbedingungen beruflicher sozialer Arbeit. Von diesen Leistungen sind sowohl die Nutzer/innen als auch die im sozialen Praxisfeld tätigen Mitarbeiter/innen gleichermaßen betroffen. In der Beziehung zu den Nutzer/innen und den Mitarbeiter/innen kommt ihnen deshalb eine besondere Bedeutung zu, die es zu berücksichtigen und gestalten gilt.

V. Handlungsleitende Prinzipien in der Beziehung zu den Nutzer/innen

Dialog

Partnerschaft und Verstehen
Die Mitarbeiter/innen in der sozialen Arbeit sehen in den Nutzer/innen sowie in deren Angehörigen Dialogpartner. Sie streben an, den anderen in seiner Individualität und in seinen lebensweltlichen Bezügen wahrzunehmen und zu verstehen und sind bereit, sich in der Beziehung mit ihm weiterzuentwickeln und von ihm zu lernen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Autonomie und Selbstbestimmung
Die Mitarbeiter/innen respektieren in ihrem beruflichen Handeln das Recht auf Selbstbestimmung und die erreichte Autonomie der betroffenen Menschen und Familien. Die Beziehungsgestaltung zwischen den Mitarbeiter/innen und Nutzer/innen sollte in einer Weise erfolgen, dass Selbstbestimmung und Autonomie im Rahmen des Auftrages unterstützt und weiterentwickelt werden im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe. Dies umfasst auch die Unterstützung im Prozess der Wahrnehmung und Verarbeitung von Beeinträchtigung und Behinderung.

Hilfebedarf Bedürfnisse Interessen Ressourcen

Bedürfnisorientierung und Individualisierung
Angebote und berufliches Handeln erfolgen individualisierend. Dies bedeutet, dem individuellen Hilfebedarf zu entsprechen und sich an den Bedürfnissen und Interessen der Betroffenen zu orientieren. Dabei ist auch der individuellen Entwicklung Rechnung zu tragen und an den vorhandenen Fähigkeiten anzuknüpfen. Die Wirksamkeit von Hilfen ist darüber hinaus auch davon abhängig, inwieweit die Ressourcen der Familie und/oder des Lebensumfeldes einbezogen werden bzw. einbezogen werden können.

Einheit Soziale Bezogenheit Interdisziplinarität

Ganzheitlichkeit
Angebote und berufliches Handeln orientieren sich daran, dass der einzelne Mensch immer als Einheit von Körper, Geist und Seele in sozialer Bezogenheit anzusehen ist. Dieses erfordert ein interdisziplinäres Zusammenwirken der verschiedenen Mitarbeiter/innen.

Prävention Wirksamkeit und Handlungsfelder

Früherkennung und Rechtzeitigkeit von Angeboten und Hilfen
Früherkennung ist die Voraussetzung der Rechtzeitigkeit und Wirksamkeit von Angeboten und Hilfen in den verschiedenen Feldern beruflicher sozialer Tätigkeiten. Präventive Maßnahmen können sich dabei sowohl auf den einzelnen Menschen als auch auf sein näheres oder weiteres soziales Umfeld beziehen.

Soziale Umwelt

Lebensweltorientierung und Familienorientierung
Die soziale Umwelt stellt einen maßgeblichen Faktor für Entwicklung, Gesundheit, Krankheit, Rehabilitation und Integration des einzelnen Menschen dar. Unterstützungen und Hilfen für die Familie sowie die Berücksichtigung und Förderung ausserfamilialer lebensweltlicher Bezüge des Einzelnen und seiner Familie sind deshalb von besonderer Bedeutung.

Selbstvertretung Selbstorganisation

Partizipation
Die Ermöglichung und Unterstützung von Selbstvertretung und Selbstorganisation sowie von Partizipation der Betroffenen an Entscheidungsprozessen stellt einen wichtigen Bezugspunkt der Arbeit dar. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang Heimbeiräten, Elternvertretungen und Selbsthilfegruppen zu.

VI. Handlungsleitende Prinzipien für das Zusammenwirken von Vereinsmitgliedern und Vorstand

Zusammenarbeit Unterstützung

Handlungsleitend für das Zusammenwirken von Vereinsmitgliedern und Vorstand ist die umfassende Verwirklichung der Aufgaben und Zielsetzungen des Vereins. Hierbei orientieren sie sich an den Grundsätzen von Partnerschaftlich- keit, Information, Kooperation und Koordination. "Die Mitglieder sollen den Verein bei der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützen und ihn durch Vorschläge und Anregungen fördern" (§ 5 der Satzung).

VII. Handlungsleitende Prinzipien für das Zusammenwirken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins

Dialog

Die Anforderungen an die Beziehungsgestaltung mit den Nutzer/innen bilden den Maßstab für das Zusammenwirken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins untereinander.

Gestaltung und Identifikation

Der zur Verfügung stehende und gemeinsam zu gestaltende Handlungsraum setzt Fachlichkeit, Eigenverantwortung und Eigeninitiative sowie Mitwirkung und Kreativität voraus und hat sie zugleich zu ermöglichen. Ziel ist die Identifikation mit den dargestellten Aufgaben sowie die Pflege einer positiven Vereins- und Einrichtungskultur und eines guten Betriebsklimas.

Soziale Kompetenzen

Der Entwicklung und Verwirklichung sozialer Kompetenzen wie z.B. Einfühlungsvermögen, Kompromissfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Kritikfähigkeit kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Sie sind wichtige Voraussetzungen für notwendige Arbeitsformen wie Teamarbeit und interdisziplinäre Arbeit sowie für das Arbeiten in koordinierten und vernetzten Bezügen allgemein.

Vertrauen

Im Verein wird eine Führungskultur gefördert, die Teamarbeit ermöglicht und sich durch gegenseitiges Vertrauen auszeichnet. Information, Kommunikation und Diskussion sind wichtige Grundlagen gemeinsamer Arbeit.

VIII. Handlungsleitende Prinzipien für die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen

Vernetzung

Der Verein arbeitet eng mit allen Fachstellen, Behörden und Nachbarinstitutionen sowie mit Selbsthilfegruppen aus dem Behindertenbereich zusammen. Die Qualität eines regionalen Versorgungssystems hängt wesentlich von der Qualität der Kooperation aller in diesem Bereich Tätigen und Verantwortlichen ab.

Qualität von Kooperation

Kooperation gelingt in dem Maße, wie eine Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens entwickelt werden kann, welche die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auch im Detail, zur Wahrnehmung von Anderem sowie Auseinandersetzungs- bereitschaft in der Sache beinhaltet. Der Verein sieht es im Interesse der betroffenen Menschen sowie seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als seine Aufgabe an, hierzu beizutragen.